Der Nervus Recurrens wurde bei der Schilddrüsenoperation geschädigt, was zu einer ein- oder beidseitigen Stimmbandlähmung führen kann. Bei einer beidseitigen Lähmung stehen die Stimmbänder unbeweglich und so weit angenähert, wie es während des Stimmbildungsprozesses normalerweise der Fall ist. Jedoch bleibt die Stimmritze während der Einatmung so eng, dass Atemprobleme - nicht die Sprache selbst - in unterschiedlichsten Ausprägungen das Hauptproblem darstellen. Atemnot bei körperlicher Belastung (Treppensteigen etc.), Sprechen, bei jeglicher Art von Anspannung, aber auch im Ruhe- oder im entspannten Schlafzustand, führen möglicherweise zu einem lauten Einamtungsgeräusch.
Wenn Stimme als wesentlicher Ausdruck der Persönlichkeit nicht mehr richtig funktioniert und Atemnot schon bei leichter körperlicher Anstrendung Grenzen setzt, stellt dies für die Betoffenen einen schwerwiegenden Lebenseinschnitt dar. Kausal einhergehend eine erhebliche Minderung der Lebenqualtiät, Einschänkungen in persönlichen, beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen sowie eine weiterführende gesundheitliche Gefährdung.
Diesen Problemen stehen Betroffene meist alleine gegenüber, erhalten auch von ärztlicher Seite keine ausreichend fachgerechte Hilfe.
